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Kneipen, Karzer und Konvent

Coburger Schülerverbindung Ernestina wurde vor 125 Jahren gegründet / Offizielle Anerkennung 1906

Coburg. Es ist ein besonderes Semester, das die Bundesbrüder der Ernestina bei der Eröffnungskneipe begonnen haben. Es ist nämlich das 250. in der Geschichte der Schülerverbindung Ernestina. Zur Erinnerung an die Gründung der Verbindung vor 125 Jahren finden von Karfreitag bis Ostermontag verschiedene Veranstaltungen statt, zu denen mehrere hundert Bundesbrüder aus ganz Deutschland in Coburg erwartet werden.

Anhand der vorliegenden Unterlagen kann man davon ausgehen, daß die Ernestina schon seit 1871 und nicht wie bis dahin angenommen, erst seit 1880 bestanden hat. Das belegen gedruckte Statuten von 1871, die auf ein ausgedehntes Verbindungsleben hinweisen. Auch Gruppenbilder der Aktivitas von 1871 und 1873, auf denen bereits alle Utensilien einer Verbindung zu sehen sind, unterstützen diese These.

Die Gründung der "Ernestinia", wie die Verbindung zunächst hieß, dürfte auf Jenaer Studentenstammtische zurückgehen, die in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in Coburg stattfanden. Doch trotz des großen Zulaufs und des regen Verbindungslebens mußte die Ernestina bis zum Jahre 1906 eine bewegte Entwicklung "im Untergrund" durchmachen, war sie doch von seiten der Schule verboten.

Wenn Schüler beim "Kneipen" erwischt wurden, mußten sie mit hohen Karzerstrafen rechnen, wobei acht Stunden keine Seltenheit waren. Um nicht in die Hände der Lehrer zu fallen, wechselten die Bundesbrüder immer wieder das Kneiplokal. Doch dann kam das Jahr 1906. Am 3. November des Jahres 1906 ließ der damalige "Chef" der Schule, Oberschulrat Dr. Riemann den damaligen Erstchargierten zu sich kommen um ihm zu eröffnen, daß die Ernestina ab sofort erlaubt sei.

Anläßlich des 30. Stiftungsfestes bildete sich am 18. März 1910 der Atherren-Verband (AHV). Die 40 Gründungsmitglieder hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Freundschaft untereinander stärker zu fördern, die Verbindungen zur Aktivitas stärker zu knüpfen und die "Treue" zum Ernestinum über die Schulzeit hinweg zu pflegen.

Bis zum Jahre 1935 entwickelte sich ein reges Bundesleben. Vor allem die Fahrten nach Römhild, zuerst mit dem Leiterwagen, dann im Lastauto und Postbus, begeisterten Aktive und Alte Herren gleichermaßen und wurden zu Höhepunkten der Semester.

Nachdem die Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatten, beschlossen die Aktiven im Jahre 1935, die Verbindung aufzulösen. Der AHV blieb noch bis in das Jahr 1939 bestehen, ehe er ebenfalls seine zahlreichen Aktivitäten einstellte.

Nachdem der Altherrenverband am 14. Januar 1949 zu neuem Leben erweckt war, folgte auch schon bald die erste Kneipe bei "Schröck" im Hahnweg. Und mit der Zeit florierte das Verbindungsleben wie zu alten Zeiten.

Über 200 Ernestiner waren 1971 nach Coburg gekommen, um das 100jährige Bestehen ihrer Verbindung zu feiern.

In den vergangenen 25 Jahren erlebte die Schülerverbindung Ernestina ein Bundesleben mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Doch immer wieder schafften es Aktive und der AHV das Schiff "Ernestina" in einigermaßen ruhigem Fahrwasser zu halten.

Seit 1993 ist die Ernestina - als einzige der drei Schülervebindungen in Coburg - im Besitz eines eigenen Kneipraums. Der entsprechende Raum wurde von AHV-Vorstandsmitglied Carsten Aumann zur Verfügung gestellt, die Aktiven übernahmen zusammen mit einigen Alten Herren den Umbau der Räumlichkeiten. So wurde die neue Konstante zu einem beliebten Treff von alten und jungen Bundesbrüdern.

Heute zählt die Ernestina über 400 Alte Herren, die Aktivitas zählt derzeit 15 Mitglieder.

Andreas Kuschbert