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Ernestina in der Öffentlichkeit - Aus der Festschrift zum 125. Stiftungsfest PDF Drucken E-Mail
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Ernestina in der Öffentlichkeit
Bericht des Coburger Tageblatts von der Weihnachtskneipe 2015
Neue Presse zur Weihnachtskneipe 2011
Coburger Tageblatt zur Weihnachtskneipe 2003
Coburger Tageblatt zum AHV-Osterconvent (AHV-Jahreshauptversammlung 2003)
Coburger Tageblatt zur Weihnachtskneipe 2002
20 Jahre Münchner Ernestina-Stammtisch
Coburger Tageblatt zum 130. Stiftungsfest 2001
Coburger Tageblatt zum Fünf-Farben-Kommers 2001
Coburger Tageblatt zur Weihnachtskneipe 2000
Coburger Tageblatt zum 129. Stiftungsfest
Coburger Tageblatt zum AHV-Osterconvent (AHV-Jahreshauptversammlung 2000)
Coburger Tageblatt zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Adolf Dehler
Festrede zum
Coburger Tageblatt zum AHV-Osterconvent (AHV-Jahreshauptversammlung 1999)
Weihnachtskneipe 1998 (Pressebericht)
Nachruf für Erich Hitzbleck im Coburger Tageblatt (16.12.1998)
Ernestina nimmt an den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150jährigen Bestehen der Bürgerwehr Königsberg teil
127. Stiftungsfest 1998
Coburger Tageblatt zum AHV-Osterconvent (AHV-Jahreshauptversammlung 1998)
Festrede zum Oberfrankenkommers 1998
Coburger Tageblatt und Neue Presse zum Oberfrankenkommers 1998
Coburger Tageblatt zur Weihnachtskneipe 1997
Neue Presse zur Weihnachtskneipe 1997
Neue Presse zur Familienrallye 1997
Coburger Tageblatt zur Weihnachtskneipe 1996
Coburger Tageblatt - Kneipen, Kratzer und Convent
Coburger Tageblatt - Eliteausbildung keine Frage des Geldes
Coburger Tageblatt - Die Wurzeln reichen bis ins Mittelalter
Rede des Schulleiters anlässlich des Festaktes zum 125jährigen Jubiläum der Ernestina
Festrede anläßlich des Festkommerses des 125. Stiftungsfestes
Aus der Festschrift zum 125. Stiftungsfest
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Grußwort des Oberbürgermeisters

"Einen kritischen Freund an der Seite, kommt man immer schneller vom Fleck."

Diese Worte Goethes faszinieren vor allem deshalb, weil sie aus dem "Freund" einen "kritischen Freund" machen. Ich denke, es sind tatsächlich die "kritischen Freunde", die einen Menschen oder eine Gemeinschaft weiterbringen.

Kritikfähigkeit aber muß man erlernen. Man muß lernen, wo sachliche Kritik fruchtbar ist und daß persönliche Verletzungen trotz aller Kritik vermieden werden müssen.

Seinen Wissensdurst stillt man in einer guten Schule. Sich selbst zu erproben, seine Meinung zu stärken und sich im Wortgefecht zu üben, die Gemeinsamkeit und Kameradschaft und den Einsatz für eine Sache, all das lernt man in einer Verbindung wie der Ernestina.

Wenn also die Ernestina in diesem Jahr 125 Jahre alt wird, dann zeigt das, daß die Verbindung "kritischer Freunde" sehr wohl dauerhaften Bestand haben kann.

Ich wünsche der Ernestina für Ihre Zukunft alles Gute und hoffe, daß noch viele Generationen von Schülem das Gefühl von Gemeinschaft und Freundschaft kennenlemen werden.

Norbert Kastner
Oberbürgermeister

 

Grußwort des Oberstudiendirektors

Wenige Gymnasien in Deutschland haben eine Schülerverbindung und noch weniger eine mit 125jähriger Geschichte. Stolz und dankbar feiern wir das Jubiläum unserer Ernestina.

Das Gründungsjahr 1871 markiert in der deutschen Geschichte die Erfüllung des Wunsches nach nationaler Einheit, wenn auch nur in Form der kleindeutschen Lösung Bismarckscher Prägung. Nationale Begeisterung ergriff die Jugend und Hingabe für Volk und Vaterland galt als höchste Tugend.

Ähnlich wie bei den Studentenverbindungen prägte diese Geisteshaltung das Gesicht der jungen Schülerverbindung Ernestina und gab ihrer Gemeinschaft Lebenskraft. Die Katastrophe der beiden Weltkriege, die den schändlichen Mißbrauch dieser edlen menschlichen Tugenden offenbarte, stürzte auch die Ernestina nach 1945 in eine Sinnkrise, die eine Existenzkrise darstellte. Doch besann sich die damalige Generation, daß echte Gemeinschaft tiefere Wurzeln hat, die ihr auch in Krisenzeiten Lebenskraft spenden. Dank gebührt dem damaligen Schulleiter OStD Karl Schmorl, daß er 1948 die Schülerverbindung nach dem Verbot in der Nazizeit und den Kriegswirren neu gründete.

Schule ist nicht nur Lernort sondern für jede Schülergeneration Lebensraum während der wichtigsten Reifungsphase ihres Lebens. Volles Menschsein entfaltet sich für mich erst in der Gemeinschaft, deshalb liegt mir als Schulleiter die Pflege des Gemeinschaftslebens besonders am Herzen. Ich betrachte die Emestina als einen Glücksfall für unsere Schule, verbindet sie doch mehrere Schülergenerationen in besonderer Weise, z.B. auf der alljährlichen Weihnachtskneipe, bei der die Aktivitas der Oberstufe zusammen mit den "Alten Herren" und den über 70jährigen Hundertsemesterbandträgern feiert. Ich habe mich gefreut, daß ich in den Bund der Ernestiner aufgenommen wurde und wünsche unserer Schülerverbindung für die Zukunft Wachsen und Gedeihen.

Hans-Georg Kosuch
Oberstudiendirektor

 

Grußwort des AHV-Vorsitzenden

Der 125. Geburtstag der Schülerverbindung Ernestina zu Coburg - gleichzeitig Erinnern an 90 Jahre öffentliche Anerkennung - erfüllt alle Bundesbrüder mit Stolz; er ist aber auch ein Ereignis, das zum Nachdenken verpflichtet. In den 125 Jahren ihrer Geschichte ist unsere Ernestina durch viele Höhen und Tiefen gegangen; der innere Wert unserer Gemeinschaft - ausgedrückt durch den Begriff Bundesbrüderlichkeit - hat aber unseren Bund immer gestärkt und beflügelt.

Unsere Bundesgeschichte soll zeigen, wie sich in der Vergangenheit junge Menschen für ihr ganzes Leben zusammengeschlossen haben und daß diese Freundschaft über Jahrzehnte, Kriege und Schicksalsschläge hinweg fest gehalten hat. Sie soll unsere heutigen jungen Bundesbrüder aber auch mahnen, den richtig erkannten Grundsätzen treu zu bleiben, den vorangegangenen Generationen in ihrer zu allen Zeiten bewiesenen Bundesbrüderlichkeit und Einsatzfreude für den Bund nachzueifern und unseren Bund immer wieder mit neuem Leben zu erfüllen.

Ich danke den Bundesbrüdem R. Würstlein, A. Kuschbert und D. Räppold aufbauend auf die Darstellungen der schon verstorbenen AHAH A. Lerch und F. Flessa - für ihre Mühen sowie W. Lorenz, dessen jahrelang vorbildlich geführte Bilderchronik uns die Anreicherung dieser Festschrift mit historischen Fotografien ermöglichte.

Unserer Ernestina wünsche ich auch in Zukunft ein ewiges
vivat, crescat, floreat!

Jürgen Marpert