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Welche Bedeutung hat heute noch der Begriff Vaterland?

Schüler-und Ferienverbindungen im Coburger Land feierten heuer ihren Fünf-Farben-Kommers in Neustadt

NEUSTADT

"Ubi bene, ibi patria - wo es einem gut geht, dort ist das Vaterland." Zu diesem alten römischen Zitat nahm Jörn Petick in seiner Festrede zum Fünf-Farben-Kommers, der am vergangenen Samstag in der Gaststätte "Eckstein" stattfand, Stellung.

Er war bei der Suche nach einem Thema für die Festrede in einem Buch seines Urgroßvaters auf jene These gestoßen. Allerdings war sie von diesem mit einem Fragezeichen versehen worden. Petrick versuchte dies dadurchzu erklären, dass das Zitat wahrscheinlich stark dem Zeitgeist der letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts widersprach, nachdem "das Vaterland selbstverständlich das deutsche Kaiserreich war und es einem dort gut zu gehen hatte."

Er stellte nun die Frage in den Raum, wie die Einstellung zum Vaterland in der heutigen Zeit aussehe. Um diese erklären und verstehen zu können, müsse man aber nochmals den Blick zurück in die Vergangenheit werfen. Die deutschen Kleinstaaten hatten sich durch Bismarcks "Blut-und-Eisen"-Politik zu einem Einheitsstaat gewandelt, weswegen eine überschäumende Begeisterung für das Vaterland existierte.

Dieser Patriotismus ließ sich in den Weltkriegen zwei Mal zum Chauvinismus verfälschen, und nach "Holocaust und Vernichtungskriegen war das Vaterland mehr als befleckt." Die von den Deutschen begangenen Taten und die Teilung des Landes ließen nach denWorten von Jörn Petrick den Vaterlandsbegriff schließlich bedeutungslos werden. Vonder anfänglichen Freude über die Wiedervereinigung im Jahr 1990 sei heutzutage ebenfalls nicht mehr übrig.

Petrick sieht in der "noch immer angespannten Arbeitsmarktsituation und der immer mehr voranschreitenden Individualisierung der Gesellschaft" die Gründe dafür, dass Deutschland auch heute noch innerlich zerrissen ist. Schüler- und Ferienverbindungen konnten und können allerdings zur inneren Einheit Deutschlands beitragen, erklärte der Sprecher. Durch die Aufnahme vonjungen menschen aus den neuen Bundesländern oder eben dort durchgeführten Veranstaltungen sei es den Korporationen möglich gewesen, zur gegenseitigen Verständigung beizutragen und Vorurteile zu revidieren. "Wo es einem gut geht, dort ist das Vaterland": Jörn Petrick schloss daraus einen Zusammenhang zwischen dem Zustand des Vaterlands und dem des Einzelnen.

Wer mit seiner Situation zufrieden sei, engagiere sich für sein Land und verbessere dadurch dessen Zustand und auch seinen eignen. Petrick beschrieb die Aufgabe der Farbenträger damit, "nicht nur Vaterlandsliebe zu pflegen, sondern aktiv unser Land in diesem Bewusstsein aufzubauen und zu gestalten." Das Ziel sei es, möglichst bald ein innerlich geeintes Vaterland Realität werden zu lassen.

Der Fünf-Farben-Kommers, der einmal im Jahr von den fünf Schüler- und Ferienverbindungen im Coburger Land gefeiert wird, findet 2002 unter dem Vorsitz der Schülerverbindung Casimiriana in Coburg statt.